Wie du bei Kritik cool und gelassen bleibst

Lesedauer: 5 Minuten
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Wie du souverän mit Kritik umgehst – meine besten Tipps, um bei Kritik cool und gelassen zu bleiben

 

Fühlst du dich bei Kritik schnell getroffen? Du weißt dann nicht, wie du reagieren sollst und sagst lieber gar nichts? Oder du reagierst zu emotional?

Dann ist diese Folge für dich! Ich verrate dir meine besten Strategien, wie du souverän mit Kritik umgehst.

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Du lernst in dieser Folge:

  • Warum du AUF JEDEN FALL kritisiert wirst – egal was du tust
  • Warum du Kritiker meistens ausblenden kannst
  • Konkrete Antwortstrategien, mit denen du souverän auf Kritik reagierst

     

Nach dieser Folge bleibst du bei Kritik cool und gelassen.

Strategien zum Umgang mit Kritik stehen ganz oben auf der Wunschliste, wenn ich nach Themenwünschen frage. Deswegen verrate ich dir jetzt zwei Beispiele aus meiner eigenen Vergangenheit – damals habe ich perplex und überrumpelt geschwiegen.
Inzwischen weiß wie genau, wie ich hätte reagieren können!

Situation 1: 

Auf der Arbeit ist ein Fehler passiert, aufgrund dessen wir dem Kunden nicht liefern konnten, was wir zugesagt hatten. Keine:r war alleinig verantwortlich oder Schuld. Wir hatten ein Krisengespräch mit Team und Vorgesetzten und ich war gut vorbereitet. Und während ich sachlich den Hergang erkläre, fällt mir eine Vorgesetzte ins Wort und sagt: “Das interessiert mich nicht, was du sagst. Wie es dazu gekommen ist, darauf gebe ich nichts.”

Für mich war das Gespräch gelaufen.

Situation 2:

Ich wollte mich selbstständig machen. Und nachdem ich monatelang geplant und an meiner Vision gefeilt habe, kam der Punkt, an dem ich bereit war, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Enge Freunde und meine Eltern wussten schon Bescheid; nun ging es um das größere Umfeld, um Freunde und Bekannte. Ich hatte bereits eine tolle Website, die mir ein Designer gestaltet hat, hatte meinen sicheren Job gekündigt und mich als Kommunikationsberaterin selbstständig gemacht.
Und nun habe ich es in verschiedenen Gruppen geteilt – und natürlich wollte ich Zustimmung und gute Wünsche!

Stattdessen haben viele gar nicht reagiert.
Einige haben sich lustig gemacht, vor allem Männer: “Ah, jetzt werden wir also diskriminiert! Findest du es okay, dass du nur mit Frauen arbeiten willst?”
Und in einer Familiengruppe auf Whatsapp kam der Kommentar: “Diese Gruppe ist nicht für Werbung gedacht. Unterlasse das bitte in Zukunft.”

BÄM. Das hat gesessen. 

Als dann ein Bekannter – seit kurzem Freelancer in einer komplett anderen Branche – auch noch meinte, mir *zwinker, zwinker* gerne “ein paar Tipps” geben zu können, hatte ich wirklich genug.

Du merkst: Wir sind weit entfernt von sachlicher oder gar konstruktiver Kritik. Doch genau in solchen Situationen dürfen wir eben nicht gelähmt und handlungsunfähig sein, sondern müssen reagieren!

Hier kommen meine Strategien, wie: 

Erkenntnis & Strategie Nr. 1: Du wirst NIEMALS allen gefallen!

Mach dir unmissverständlich klar, dass es unmöglich ist allen zu gefallen! Insbesondere bei Themen, die dir wichtig sind, bei denen du einen festen Standpunkt vertrittst, wird es immer jemanden geben, der:die das nicht gut findet. Stell dir vor du stehst auf der Bühne. Im Publikum sitzen drei Gruppen:

  • Diejenigen, die dir zujubeln und dich feiern
  • Diejenigen, die dir neutral gegenüberstehen, denen es auch ein bisschen egal ist
  • Und diejenigen, die absolut doof finden, was du sagst oder machst


Deine wichtige Erkenntnis:
Diese drei Gruppen wird es immer geben!

Deine Aufgabe:
Dich künftig nur noch auf die ersten beiden Gruppen zu konzentrieren. Verschwende keine Energie an “Hater”, du wirst sie eh nicht umstimmen.

Erkenntnis Nr. 2: Trenne die Kritik von dir als Person!

Das klingt einfacher als es ist, ich weiß. Gerade wir Frauen reagieren oft emotional(er) und fühlen uns persönlich getroffen. Mir ging es genauso!

Doch es ist wirklich wichtig: Kritik an deiner Arbeit ist nicht Kritik an deiner Person!

Du hast einen Text geschrieben und bekommst ihn mit zwanzig angemarkerten Korrekturen zurück? Vielleicht war es nicht dein bester Text, doch das sagt nichts über deinen Wert aus. 

Du machst einen Vorschlag im Meeting und er wird abgeschmettert? Das gilt NUR deinem Vorschlag, nicht dir als Person! Nicht du wirst abgelehnt.

 

Erkenntnis Nr. 3: Manchmal liegt das Problem beim Gegenüber!

Ein Klassiker oder, wie mein Ausbilder es formulierte:

“Das, was du über mich denkst, das bin nicht ich – das bist du!”

Das heißt: Wenn dich jemand persönlich angreift, jenseits von konstruktiver Kritik, dann hat das meistens gar nichts mit dir zu tun!

Vielleicht hatte die Person einen schlechten Tag, Stress in der Familie oder selbst Druck von oben! Das macht es nicht okay oder akzeptabel, doch du brauchst dich nicht angegriffen zu fühlen.

Und manchmal ist persönliche Kritik auch einfach Neid, die in vermeintlich wohlwollende Kritik verpackt wird. Auch da kannst du ganz entspannt bleiben. Versuche das gut zu verinnerlichen.

MERKZETTEL:

"Es geht darum, dass du nicht perplex bist, nicht in Schockstarre verfällst, sondern reagierst!"

Erkenntnis Nr. 4: Du hast drei Reaktions-Möglichkeiten!

Gehen wir zuerst von konstruktiver Kritik aus: Du bekommst deinen Text mit Korrekturen gespickt zurück. Was tust du?

Möglichkeit 1: 
Du bedankst dich. Das mag sich erstmal komisch anfühlen. Doch diese Reaktion ist sachlich und souverän. Und: Das bedeutet noch nicht, dass du der Kritik auch zustimmst! Es sagt einfach: “Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich sehe es mir an.”

Schwieriger wird es bei unkonstruktiver Kritik, wir kommen zu 
Möglichkeit 2:
Du kannst ganz einfach deeskalieren, indem du fragst: “Wie meinst du das?” Ganz sachlich und neutral gibst du deinem Gegenüber die Möglichkeit sich zu erklären. Und wenn die Kritik unangebracht ist, wird es nun für sie:ihn sehr viel schwieriger und die Kritik verpufft im besten Falle!

Und falls dein Gegenüber Argumente hat, kann man nun das Thema besprechen und gegebenenfalls den Konflikt aus der Welt schaffen.

Möglichkeit 3:
Wenn du zu Unrecht kritisiert oder sogar beleidigt wirst, kannst du auch eskalieren und ganz klar formulieren: “Das ist unangebracht!” oder “Das sehe ich anders!”

EXTRA: Mein Praxistipp für Dich

Kurzer Exkurs zum Thema “Mansplaining”:

Der Begriff wird zusammengesetzt aus den Worten „Man“ und „Explaining“. Ein Mann belehrt besserwisserisch eine Frau, obwohl sie mehr Ahnung vom Thema hat.
Beispiel: Du bist Köchin, servierst zuhause für Gäste ein Soufflé und ein Mann – kein Koch! – erklärt ungefragt in epischer Breite wie man das beste Soufflé zubereitet.
 
Hier gilt: Nicht runterschlucken, sondern darauf hinweisen, dass du die Expertin bist!
Zum Bespiel: “Danke für deinen Hinweis. Ich habe schon über 100 Souflees erfolgreich zubereitet.” Oder du kannst es spitzer formulieren: “Ah, interessant, was du da sagst. Dann hast du wohl auch schon 10 Jahre Soufflé-Erfahrung so wie ich?” 
 

Ich hoffe, du nimmst aus dieser Folge vor allem eines mit:  Es gibt Strategien, mit denen du cooler und gelassener reagieren kannst.
Und wie immer gilt: Das geht vielleicht nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess!

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Umsetzen!

Dir hat die Folge gefallen? Das freut mich riesig!
Hinterlasse mir gerne eine positive Bewertung oder abonniere den Podcast hier!

Kleinmachen war gestern!

Deine Carina

 

Links zur Folge:

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© Fotos: Header: Kate Hliznitsova via Unsplash; Podcast-Player: Nina Wellstein; Empfohlene Beiträge: Max van den Oetelaar via Unsplash, Karsten Winegeart via Unsplash

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