Warum Fleiß dir schadet und wie du stattdessen effizienter arbeitest

Bist du zu fleißig? Hast du eine endlos lange ToDo-Liste? Schiebst du manchmal Überstunden und übernimmst Zusatzaufgaben, denn du möchtest vollen Einsatz bei der Arbeit bringen? Und dann ärgerst du dich, weil niemand wertschätzt, wie viel du arbeitest?

Take Home Message

  • Fleiß macht dich nicht erfolgreich, weil es niemanden interessiert, WIE VIEL du arbeitest.
  • Es zählt nur dein Ergebnis.
  • Viel wichtiger als Fleiß ist ein gutes Zeitmanagement.
  • Lese hier, wie du produktiver und effizienter arbeitest und mehr Arbeit in weniger Zeit schaffst.

Bist du zu fleißig?

Dann habe ich eine klare Ansage für dich:

Niemand interessiert sich dafür, ob du fleißig bist!

Denn ob du fleißig bist oder nicht, sagt überhaupt nichts über deine Ergebnisse aus. Deinem Chef oder deinem Kunden ist es also völlig egal, wie viel du arbeitest – es zählt nur, ob du ein gutes Ergebnis ablieferst.

Warum sind wir denn so fleißig?

Wir glauben, Fleiß sei eine gute Eigenschaft, weil sie zeigt, dass wir uns nicht davor drücken, viel zu arbeiten. Sorry Ladies – das ist leider falsch. Denn wie schon gesagt: Niemanden interessiert es, wie viel du arbeitest. Und wenn du noch einen dieser Chefs hast, der darauf schaut, wer am Abend noch als letztes im Büro sitzt, solltest du mal deine Führungskraft in Frage stellen. Denn gute Chefs wissen genau, dass nicht der, der am meisten arbeitet, auch am besten arbeitet.

Dazu kommt, dass wir Frauen schlecht nein sagen können und uns deshalb ständig Aufgaben aufhalsen, die uns nicht weiterbringen. Dann haben wir zwar viel zu tun, produzieren aber keine Ergebnisse. Und damit werden wir nie erfolgreich.

Falls du befördert werden willst, habe ich jetzt noch eine besonders schlechte Nachricht:

Fleiß und Zuverlässigkeit können eine Bremse auf der Karriereleiter sein, denn welcher Chef würde sein bestes Pferd wegbeförden?

Schmeiß deinen Fleiß jetzt über Bord!

Das Geheimnis deines Erfolges ist nicht der Fleiß, sondern Produktivität und Fokus. Wenn du produktiv und fokussiert arbeitest, kannst du sogar weniger arbeiten und trotzdem bessere Ergebnisse erzielen.

Merke dir:

  • Niemand interessiert sich dafür, wie viel du arbeitest.
  • Dein Ergebnis zählt!
  • Fülle deinen Tag nicht mit Bullshit-Aufgaben, die dich nicht weiterbringen.
  • Suche dir Aufgaben mit Relevanz.
  • Arbeite fokussiert.
  • Du bist die Wächterin über deine Zeit!

Praxistipp für ein effizientes Zeitmanagement

Hier verrate ich dir meine Lieblingstechniken, wie ich das Maximum aus meiner Zeit heraushole:

1. Eat the Frog

„Eat the Frog“ bedeutet: iss die Kröte zuerst. Da heißt, dass du gleich morgens als allererstes die unangenehmste Aufgabe erledigst. Du startest dann mit einer ganz anderen Energie in den Tag, weil du nicht noch „die Kröte“ im Hinterkopf hast. Und du startest mit einem Erfolgserlebnis, weil du schon eine große Aufgabe erledigt hast: Also: morgens nicht erst ein Stündchen E-Mails lesen – das kannst du machen, wenn die Kröte gegessen ist.

2. Fokus und Pomodoro

Du schaust doch auch alle paar Minuten aufs Handy oder in den Postfach oder auf Facebook und lässt dich ablenken, sobald es irgendwo plingt, oder? Ablenkung ist der Killer für produktives Arbeiten. Wenn du wirklich Deep Work machen willst, musst du alle Ablenkungen eliminieren. Also: alle Fenster zu, alle Benachrichtigungen deaktivieren und dir ein Deep Work-Fenster für fokussiertes Arbeiten setzen. Keine Sorge, das muss nicht lang sein! Die Pomodoro-Technik empfiehlt 25 Minuten fokussiert arbeiten, dann 5 Minuten Pause. Wenn du das viermal hintereinander machst, hast du 2 Stunden allerfeinste Deep Work – und gönnst dir dann eine längere Pause. Du wirst überrascht sein, was du in 2 Stunden fokussierter Arbeit alles wegschaffen kannst. Ich arbeite übrigens mit einer Fokus-App (Tide). Hier stelle ich die Zeit ein, die ich arbeite und wähle noch ein schönes Hintergrundgeräusch wie Regen, Sturm, Katzenschnurren 🙂

3. Timeboxing

Wusstest du, dass Arbeit sich ausdehnt, je nachdem, wie viel Zeit du zur Verfügung hast? Deshalb kannst du mit einer dringenden Deadline im Rücken plötzlich riesige Berge auf einmal wegschaffen. Wenn du keine Deadline hast, sondern den ganzen Tag Zeit, verplemperst du den ganzen Tag mit einer Mini-Aufgabe. Und hier setzt das Prinzip des Timeboxing an: Setze dir ein festes Zeitfenster für eine Aufgabe und trage das auch in deinen Kalender ein. Du musst einen Text schreiben? Blocke dir eine Stunde. Du musst die Steuererklärung erledigen? Blocke dir zwei Stunden? Und dann erledige die Aufgabe in dieser Zeit. Nimm dir dafür am besten die Fokus- und Pomodoro-Technik.

4. Batching

Jedes Mal, wenn du eine neue Aufgabe anfängst, braucht dein Kopf einige Zeit, um reinzukommen. Und deshalb ist Multitasking der Feind der Produktivität. Hier setzt die Methode „Batching“ an, die sagt: bündle Aufgaben, die thematisch gleich sind. Das bedeutet, dass du zum Beispiel alle deine Social Media Posts an einem Vormittag machst, anstatt jeden Tag einen. Mit einem Tool wie Hootsuite kannst du Posts einfach vorplanen. Der Vorteil: du bist voll im Thema drin und kannst den Content aufeinander aufbauen anstatt dir jeden Tag neue Gedanken zu machen. Die Einarbeitungszeit entfällt und du bist schneller am Ziel.

Haben dir die Tipps gefallen? Denke dran: Fleiß macht dich nicht erfolgreich, Produktivität schon.

Work smart, not hard.

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